ALEXANDRA - Sag nicht Adieu Ltd 3 LP OVP Die Legende "Mein Freund der Baum"
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Feb 28, 2018 Sold Date
Feb 18, 2018 Start Date
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Description

Abzugeben ist die noch ORIGINAL VERPACKTE 3 LP Box

 

ALEXANDRA

 

SAG NICHT ADIEU

 

Limitierte Vinyl-Box mit den 3 Original-Alben – audiophil remastered- und 12-seitigem Booklet

 

Meines Wissens ausverkauft und so im Handel nicht mehr erhältlich


Rezension bei amazon:

 

Kaum zu glauben, aber wahr: Man hat sich einer sogenannten 'Schlagersängerin' angenommen und die drei zu ihren Lebzeiten erschienenen Langspielplatten PREMIERE MIT ALEXANDRA, ALEXANDRA und die Kompilation SEHNSUCHT - EIN PORTRÄT IN MUSIK (mit Dreifach-Klappcover!) in einem stabilen Boxset inklusive großformatigem zwölfseitigem Booklet als hochwertige Vinyl-LPs in ihren damaligen Original-Hüllen wiederveröffentlicht. Die Tatsache, diesen Aufwand für wahrscheinlich nicht mehr als ein paar Hundert verkaufte Exemplare zu wagen, ist schlichtweg sensationell.

Alexandra, geboren 1942 mitten im Zweiten Weltkrieg als Doritz Treitz in Heydekrug/Memelland, flüchtete 1944 mit ihren Eltern vor den Russen und landete über mehrere Umwege Anfang der sechziger Jahre in Hamburg. Dort heiratete sie den Exilrussen Nikolai Nefedov und brachte 1963 ihren Sohn Alexander zur Welt. Mitte des Jahrzehnts wurde sie, entgegen anderer Berufsplanung, als Sängerin entdeckt und 1967 von dem erfolgreichen Schlagerproduzenten Fred Weyrich unter die Fittiche genommen.

Auf ihrem Debütalbum PREMIERE MIT ALEXANDRA (Platz 20 in Deutschland) sang die Mittzwanzigerin mit der beeindruckenden, melancholisch-dunklen Stimme sorgfältig arrangierte, fein übersetzte deutsche Versionen französischer Chansons und anderer ausländischer Songs ein, doch es waren auch einige Titel bekannter deutscher Schlagerkomponisten dabei. Alexandra hatte lediglich "Die Andern waren schuld" bereits selbst komponiert. Das traurige Liebeslied "Zigeunerjunge" von Hans Blum wurde im Frühjahr 1968 ihr erster Hit (Platz 22).

Schon kurz danach erschien "Sehnsucht (Das Lied der Taiga") und geriet mit Platz 12 und 23 Wochen in den Charts zu ihrem größten Singlehit. Alexandra selbst hasste dieses Lied aus unerfindlichen Gründen und sang es erst nach diversen Überredungsversuchen schließlich in einem einzigen Durchgang in den legendären Hansa-Studios in Berlin ein.

Im Text von "Sehnsucht" heißt es u.a.: 'Die endlosen Steppen und die tiefen Wälder, die wie graue Schatten oft vor mir ersteh'n / Neblige Flüsse, taubedeckte Felder / Alles möcht' ich einmal, einmal wiederseh'n'. Dies war nicht nur ein Bild, das ähnlich immer wieder in den Songs von Alexandra auftauchte, sondern es sorgte, zusammen mit dem berührenden Arrangement und der eingängigen Melodie offenbar auch für eine Art von innerer Befreiung bei zahllosen ehemaligen deutschen Soldaten, die einerseits im Zweiten Weltkrieg in der Sowjetunion für Tod und Zerstörung gesorgt, andererseits aber auch selbst unsagbar gelitten hatten. Leitete Alexandra etwa auf musikalischem Wege endlich so etwas wie die bis dahin sträflich versäumte Be- bzw. Verarbeitung der persönlichen Traumata dieser Männer ein?

Mit diesem Titel begann jedenfalls in Westdeutschland ziemlich unerwartet die sogenannte 'Russlandwelle', von der auch Udo Jürgens, Iwan Rebroff und andere profitierten.

Das zweite Album ALEXANDRA (Platz 19) erschien Ende 1968 und enthielt gleich vier Eigenkompositionen, von denen "Mein Freund, der Baum" zu einem absoluten Klassiker wurde. Doch auch "Der Traum vom Fliegen" und das zutiefst anrührende, ihrem Sohn gewidmete "Mein Kind, schlaf ein" zeugten von ihrem großen Talent als Songschreiberin und Texterin. Dieses Album mit Titeln wie "Die Zärtlichkeit (La Tendresse)", "Grau zieht der Nebel" und "Der große Clown" war zum einen die logische Fortsetzung des ersten Albums, wirkte aber im Ganzen noch geschlossener und reifer. Mit "Schwarze Engel" wagte sie sogar einen für die deutsche Schlagerwelt bis dahin ungehörten Appell an die Gleichberechtigung von Menschen verschiedener Hautfarben (inklusive des - damals völlig normalen - Ausdrucks 'Negerkinder').

Als im Frühjahr 1969 mit der Langspielplatte SEHNSUCHT - EIN PORTRÄT IN MUSIK eine erste Zusammenfassung ihrer erfolgreichsten und beliebtesten Titel erschien, war Alexandra auf dem Höhepunkt ihrer inzwischen europa-, ja fast weltweiten Popularität. Diese Scheibe enthielt nicht nur ihren titelgebenden größten Hit und andere zuvor veröffentlichte Erfogssongs, sondern zum Beispiel auch wunderbare Titel wie "Illusionen" (Komposition: Udo Jürgens, Text: Alexandra), "Auf dem Wege nach Odessa" (B-Seite der Single "Illusionen"), "Akkordeon" und erstmals auch fremdsprachige Titel wie "Tzigane", der französischen Version von "Zigeunerjunge", und "Those Were the Days", dem Welthit von Mary Hopkin.

Zu jener Zeit stimmte karrieremäßig einfach alles, und so erreichte SEHNSUCHT Platz 2 und hielt sich 44 Wochen in den deutschen Charts, davon 12 Wochen in den Top Ten. Die deutschsprachige weibliche Konkurrenz in den Albumcharts war mit Mireille Mathieu und Hildegard Knef damals allerdings auch sehr überschaubar, während die Herren Roy Black, Udo Jürgens, Peter Alexander, Karel Gott und - nicht zu vergessen - das Kind Heintje Hunderttausende von LPs absetzen konnten.

Im Sommer 1969 sah ich Alexandra in der legendären NDR-Fernsehsendung 'Die Aktuelle Schaubude', als sie im flachen Wasser eines Ostseestrandes dahin spazierte und dabei ihre neue Single "Erstes Morgenrot" vorstellte - erneut ein melancholischer 'Russlandschlager', diesmal aber mit einem Text, der vielen deutschen Heimatvertriebenen aus dem Herzen gesprochen haben mag.

Schon kurz danach las ich in der Zeitung von ihrem Unfalltod auf dem Weg zur Ferieninsel Sylt am 31. Juli '69, und ich spürte eine Traurigkeit und eine innere Verbundenheit, die für einen damals Zehnjährigen vielleicht etwas ungewöhnlich erscheinen mochte. Jedenfalls ist Alexandra (vor Vicky Leandros) danach stets meine Lieblingssängerin deutscher Sprache geblieben.

Die drei LPs klingen hervorragend: transparent, warm und kaftvoll. Es ist erstaunlich, mit welcher Akribie und Liebe damals im Studio gearbeitet wurde. Viele Arrangements (z.B. die herrlichen Streicher in "Mein Freund, der Baum" oder "Der Traum vom Fliegen") sind immer noch atemberaubend gut. Und genauso viel Akribie und Liebe wurde in dieses beispielhafte Boxset eingebracht. Danke dafür!

 

Titelverzeichnis

LP 1

  1. Akkordeon (Accordeon)

  2. Zwei Gitarren (Golden Earrings)

  3. Janos von der Puszta (Israeli Patschka)

  4. Aus!

  5. Alles geht vorüber

  6. Warum (Everyday Is Just The Same)

  7. Zigeunerjunge

  8. Ein leeres Haus

  9. Solenzara

  10. Die andern waren schuld

  11. Sag nicht adieu

 

LP 2

  1. Ja lublú tebjá (Ich liebe dich)

  2. Die Zärtlichkeit (La tendresse)

  3. Grau zieht der Nebel (Tombe la neige)

  4. Hereinspaziert

  5. Am großen Strom

  6. Mein Freund der Baum

  7. Der Traum von Fliegen

  8. Der grosse Clown

  9. Schwarze Engel

  10. Im sechsten Stock

  11. Tanz, alter Tanzbär

  12. Mein Kind, schlaf ein (Studio-Version)

 

LP 3

  1. Schwarze Balalaika

  2. Illusionen

  3. Tzigane (Zigeunerjunge)

  4. Im sechsten Stock

  5. Am großen Strom

  6. Mein Freund der Baum

  7. Sehnsucht Das Lied der Taiga

  8. Auf dem Wege nach Odessa

  9. Der grosse Clown

  10. Those Were The Days

  11. Hereinspaziert

  12. Ja lublú tebjá (Ich liebe dich)

 

 

Bitte beachten Sie: Es handelt sich um einen Privatverkauf, daher weder Rücknahme noch Gewährleistung

 

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