COMEDIAN HARMONISTS "Liebesleid & Humoreske" 1933 HMV 78rpm 10" Schellackplatte
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Sep 7, 2016 Sold Date
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Description

 



  COMEDY HARMONISTS "Liebesleid & Humoreske" HMV 78rpm 10"       PRODUCT DESCRIPTION / PRODUKTBESCHREIBUNG

 



Artist / Es singt: Comedy Harmonists, Vocal in German with Piano (arr. Erwin Bootz)

Side A + B / Seite: Liebesleid & Humoreske

Label Print / Label Druck: HMV

Size (Diameter) / Größe (Durchmesser): 10" (25 cm)

Speed / Geschwindigkeit: 78rpm

Order Number / Bestellnummer: B.8562

Matrix / Matrize: OD1699 / OD1750

Condition / Zustand: E

Location / Date of Recording: 1933

Comments / Kommentar:

COMEDIAN HARMONISTS
Biografie

GründungDie Comedian Harmonists wurden in Berlin-Friedenau in der Wohnung von Harry Frommermann (Stubenrauchstraße 47) gegründet. Dort erinnert eine Gedenktafel an diese Gesangsgruppe.

Inspiriert von den Aufnahmen der US- amerikanischen Gruppe The Revelers erschien am 18. Dezember 1927 im Berliner Lokal-Anzeiger eine Anzeige, in der Harry Frommermann Sänger für eine neue Gruppe suchte:

„Achtung. Selten. Tenor, Bass (Berufssänger, nicht über 25), sehr musikalisch, schönklingende Stimmen, für einzig dastehendes Ensemble unter Angabe der täglich verfügbaren Zeit gesucht. Ej. 25 Scherlfiliale, Friedrichstr. 136. “

Der gerade volljährig gewordene Frommermann hatte keinerlei akademische Gesangs- und Musikausbildung. Auf seine Annonce meldeten sich in der damaligen Wirtschaftskrise mindestens 70 Männer, meist mit wenig Talent. Darunter befand sich auch Robert Biberti, der als einziger beim Vorsingen von Frommermann akzeptiert wurde. Er hatte nicht nur eine außergewöhnlich wirkende Bassstimme, sondern teilte auch Frommermanns Begeisterung für die Revelers.

Nur wenige Tage später brachte Biberti zwei Chorkollegen aus dem „Großen Schauspielhaus“ mit, nämlich den Bulgaren Ari Leschnikoff und den Polen Roman Cycowski. In der Anfangsformation sang noch Walter Nußbaum als zweiter Tenor, der jedoch im März 1929 durch Erich Collin ersetzt wurde. Im März 1928 brachte Ari Leschnikoff dann noch seinen pianospielenden Freund Erwin Bootz mit. Der Lebemann Bootz war als einziger der sechs mit ansehnlichem Vermögen ausgestattet. Die Gruppe nannte sich ab 1. April 1928 vertraglich die „Melody Makers “.

Die erste Probe dieser Formation fand am 16. Januar 1928 in Frommermanns Mansardenwohnung statt. Später stellte die Stummfilmschauspielerin Asta Nielsen den Musiksalon ihrer Wohnung in der damaligen Kaiserallee als Probenraum zur Verfügung. Es stellte sich heraus, dass viele Monate harten Probens bevorstanden, für die es keinerlei Einnahmen gab. Chorsingen oder Singen in den großen Berliner Hinterhöfen waren stattdessen die Einnahmequelle.

Im Juni 1928 durften die sechs Sänger in der Berliner „Scala“ erstmals vorsingen. Das misslang, weil ihr Stil nicht den Musikvorstellungen dieses Vergnügungslokals entsprach. Schließlich fand im Spätsommer bei dem Agenten Bruno Levy, mit dem Frommermann verwandt war, ein zweites Vorsingen statt. Levy hörte sich den Vortrag an, griff zum Telefonhörer und rief den Berliner Varietékönig Erik Charell an, bei dem das Sextett sein gesamtes Repertoire noch ein zweites Mal vortrug. Charell machte ein Angebot, das Levy zu Überraschung der jungen Männer ablehnte. Er ging mit ihnen zu Charells größtem Konkurrenten, dem Operettenregisseur Herman Haller, der seit 1923 Direktor im „Admiralspalast“ war. Charell überbot Levys Gage, zahlte eine Abendgage von 120 Reichsmark und schlug den Namen Comedian Harmonists vor.

Erste Auftritte
Am 28. September 1928 war der erste Auftritt in Casanova in Charells „Großem Schauspielhaus“, das mit einer Zuschauerkapazität von 3000 Sitzplätzen ausgestattet war. Die Revue-Operette war bis Ende Februar 1929 geplant. Wenige Wochen später hatten die Comedians mehrere Engagements, und bald engagierten alle renommierten Veranstalter in Berlin die Gruppe. Am 1. März 1929 folgte das erste Gastspiel außerhalb Berlins im Hamburger „Hansa-Theater“, bald darauf ging es auch in andere deutsche Städte, nach Köln und Ende 1929 nach Leipzig. Hier erlebte das Sextett seinen Durchbruch, denn die ausverkauften Abende fanden vor einem begeisterten Publikum statt. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Harmonists lediglich Teil eines größeren Revueprogramms. Ein erster Radioauftritt fand am 18. Dezember 1929 in der Sendung „Funkstunde“ statt.

Bei aller Popularität, die durch Grammophonplatten und zahlreiche Rundfunkauftritte gefördert wurde, waren sie doch noch nicht landesweit bekannt. Deshalb bedeutete eine eigene Konzerttournee ein größeres Risiko für die Veranstalter, sodass das Ensemble Säle für die Auftritte selbst mieten und sämtliche Veranstalter-Risiken zu tragen hatte. Als erster Auftrittsort für die eigene Vorstellung wurde Leipzig festgelegt, weil man vier Wochen zuvor hier gefeiert worden war. Das wiederholte sich auch bei der Premiere am 26. Januar 1930. Die Popularität hatte rasch zugenommen, und ab 1930 genügte eine Zeitungsnotiz, dass die Comedian Harmonists auftreten würden; aufwendige Werbung war nicht mehr nötig, meistens waren die Säle ausverkauft.

Die zusätzliche Filmtätigkeit ab 1930 erbrachte für alle ein hohes Einkommensniveau. In ihren besten Jahren, so erinnert sich Roman Cycowski später, hatte jedes einzelne Mitglied 40.000 bis 60.000 Mark Jahreseinkommen zu versteuern. Frühzeitig, lange vor dem ersten Auftritt, hatten die Mitglieder des Ensembles einen Vertrag abgeschlossen, der jedem die gleichen Anteile an den Einnahmen sicherte.

1932 traten die Harmonists gar in der Berliner Philharmonie auf, die nicht gerade für Unterhaltungsmusik konzipiert war. Das eher konservative Musikpublikum schien mit dieser „Entweihung“ keine Schwierigkeiten gehabt zu haben, denn 2700 Besucher applaudierten enthusiastisch. Das war die Initialzündung, denn von nun an galten die Konzerte der Gruppe als Kunst.

Erste Plattenaufnahmen und Durchbruch
Bereits wenige Monate nach Gründung der Gruppe entstanden am 10. Mai 1928 erste Schallplattenaufnahmen bei der Deutschen Grammophon, die jedoch unveröffentlicht blieben. Die nächsten Plattenaufnahmen wurden für die Electrola, Tochtergesellschaft der Gramophone Company, im August 1928 im Rahmen der Casanova-Operetten-Bühnenrevue für Charell gemacht. Danach erhielt das Quintett am 28. Oktober 1928 einen Einjahres- Plattenvertrag bei Odeon, dem Mutterlabel des Carl-Lindström-Konzerns, der jedoch nach 15 Schallplatten im Oktober 1929 nicht mehr verlängert wurde.

Im Anschluss hieran schlossen sie bereits am 31. Oktober 1929 einen sehr günstigen Exklusiv-Vertrag mit der Electrola über garantierte 30 Titel pro Jahr ab. Außerdem traten sie im Rundfunk auf und machen Gastspielreisen mit dem Programm „Tempo-Varieté“. Im Januar 1930 gastieren sie damit am Leipziger Schauspielhaus. Dort gelang ihnen der endgültige Durchbruch – ausverkaufte Vorstellungen, begeisterte Kritiken, auch auf der folgenden Deutschlandtour. Sie wurden zur Attraktion.

Insgesamt entstanden bei Electrola 69 Platten bis zur Trennung im Frühjahr 1935. Erste offizielle Plattenaufnahme – wenn man von den Casanova-Aufnahmen absieht – war bei Electrola die am 11. November 1929 eingespielte Single Puppenhochzeit / Musketiermarsch die noch im November 1929 erschien. Es folgten am 16. Dezember 1929 die Aufnahmen zu dem Schlager-Potpourri Hallo, bestehend aus den Titeln Armes kleines Mädel vom Chor / Schöner Gigolo / Einmal im Leben erblüht uns die Liebe / Ich hab’ kein Auto, die im Januar 1930 auf den Markt kam. Der Klassiker Ein Freund, ein guter Freund / Liebling, mein Herz lässt Dich grüßen wurde am 22. August 1930 aufgenommen und erschien im September 1930. Bei diesem Aufnahmetermin entstanden auch die Klassiker Veronika, der Lenz ist da / Wochenend und Sonnenschein, die ebenfalls im September 1930 erschienen.

Dabei war Wochenend und Sonnenschein ihre erste Coverversion, und zwar vom Titel Happy Days Are Here Again, bei dem zur Musik von Milton Ager der deutsche Text von Charles Amberg geschrieben wurde. Die Harmonists schrieben ihre Lieder selten selbst, eine Ausnahme hiervon ist die Hof-Serenade als B-Seite von Marie, Marie, aufgenommen am 19. Januar 1931 und veröffentlicht im Februar 1931. Fast alle Aufnahmen wurden in Berlin gemacht, einige jedoch auch in Paris wie die französische Fassung von Das ist die Liebe der Matrosen, veröffentlicht in Deutschland im September 1931. Als Le gars de la Marine wurde die französische Fassung am 24. August 1931 in Paris eingespielt. Alles wurde a cappella vorgetragen. Ihr Repertoire entwickelte sich von reinen Revue-Songs und Tagesschlagern über witzig getextete Lieder und klassische Adaptationen bis hin zu deutschen und europäischen Volksliedern und Goethes Sah’ ein Knab’ ein Röslein stehn’ , das am 29. Januar 1932 eingespielt wurde. Am 17. September 1932 wurde das humorvolle Maskenball im Gänsestall / Eins, Zwei, Drei, Vier aufgenommen, das im Oktober 1932 auf den Markt gebracht wurde.

Die Comedian Harmonists waren nun auf dem Höhepunkt ihrer Karriere - ihr Vokalstil war voll ausgeprägt; sie sangen ihre großen Hits mehrsprachig und konnten so auch im Ausland große Erfolge feiern. Nach Hitlers Machtergreifung wurde am 4. September 1933 die Coverversion von Harold Arlens Stormy Weather unter dem deutschen Titel Ohne Dich zusammen mit der B-Seite Tag und Nacht (deutsche Fassung von Cole Porters Night And Day) aufgenommen, das im September 1933 erschien. Im Mai 1934 wurde das am 5. Mai 1934 aufgenommene Komm’ im Traum / Das alte Spinnrad veröffentlicht. Einer der Klassiker, Mein kleiner grüner Kaktus / Lebe wohl, gute Reise entstand am 15. November 1934 und wurde im Dezember 1934 herausgebracht.

Hitlers Machtergreifung
Als Adolf Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler ernannt wurde, hatte die musikalische Karriere der Harmonists mit 150 Konzerten jährlich ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Zunächst schien sich daran auch nichts zu ändern. Da jedoch drei der sechs Mitglieder der Comedian Harmonists Juden bzw. „Nichtarier“ waren, kam es bereits 1933 zu ersten Absagen vertraglich vereinbarter Konzerte. Erste rechtliche Behinderungen brachte die am 1. November 1933 erlassene „Verordnung zur Durchführung des Reichskulturkammergesetzes“, die in § 10 forderte, dass jeder Künstler Mitglied der „Reichskulturkammer“ sein muss, wenn er weiter arbeiten will. Da hieraus nicht unmittelbar ein Berufsverbot für „Nichtarier“ interpretiert werden konnte, machte Joseph Goebbels am 5. März 1934 unmissverständlich klar, dass Juden nicht Kammermitglied werden und deshalb nicht mehr öffentlich auftreten durften, was faktisch einem Auftrittsverbot gleichkam. Bis zum 1. Mai 1934 durften die Harmonists noch die eingegangenen Konzertverpflichtungen erfüllen, nach dieser Übergangsfrist wirkte das Auftrittsverbot.
Konzertplakat der Comedian Harmonists für das Abschiedskonzert in der Universitätsaula Oslo, 25. April 1934

Als einzige Möglichkeit blieben die Konzerte im Ausland: Sie reisten in den letzten Monaten ihres Bestehens ab April 1934 nach Dänemark, Norwegen und in die USA, wo die Gruppe im Hafen von New York vor der versammelten Atlantik- und Pazifikflotte auf dem Flugzeugträger „USS Saratoga“ sowie mehr als 30-mal im Rundfunk auftrat. Teilweise traten sie gemeinsam mit den Boswell Sisters und dem damals führenden Orchester von Paul Whiteman auf. Auf die Rückkehr nach Berlin im August 1934 und weitere Schallplattenaufnahmen folgte im November eine Tournee durch das faschistische, aber nicht antisemitische Italien. Im Februar 1935 kam es in Norwegen zum letzten öffentlichen Auftritt der Comedian Harmonists; am 13. Februar 1935 nahmen sie im Electrola-Studio in Berlin den vielsagenden Titel Morgen muss ich fort von hier / Am Brunnen vor dem Tore auf – ihre letzte legale gemeinsame Plattenproduktion. Am 1. März 1935 folgte noch eine weitere, bereits illegale, Studiosession mit Jacques Offenbachs Barcarole und Brahms’ Ungarischem Tanz Nr. 5.
Kurz zuvor wurden am 22. Februar 1935 die „Arier“ Biberti, Bootz und Leschnikoff offiziell in die Reichsmusikkammer aufgenommen, was allerdings mit dem Verbot verbunden war, „weiterhin mit diesen Nichtariern zu musizieren. Jedoch bleibt es Ihnen unbenommen, mit anderen arischen Musikern nach Zulegung eines deutschen Namens anstelle der Bezeichnung ‚Comedian Harmonists‘ Ihre musikalische Tätigkeit auszuüben“. Hierdurch wurde zugleich den drei „Nicht-Ariern“ Collin, Frommermann und Cykowski offiziell ausdrücklich Berufsverbot erteilt. Kurze Zeit später einigte sich die Gruppe darauf, dass aus den beiden Teilen jeweils wieder eine neue Gruppe gebildet werden sollte. So trennte sich die Gruppe, die drei „Arier“ blieben in Deutschland, die „Nichtarier“ gingen ins Ausland.

Das Meistersextett (1935–1941)
Mit Datum vom 21. November 1935 wurde den Harmonists von der Reichsmusikkammer gestattet, sich vorläufig „Meistersextett, früher Comedian Harmonists“ zu nennen. Am 17. Dezember 1937 verbot jedoch eine erlassene Schallplatten-Anordnung den Weitervertrieb aller bisherigen Platten der Comedian Harmonists, was auch eine bedeutsame Honorareinbuße mit sich brachte.

Berühmt wurde ihr humorvoller Titel Ich wollt’ ich wär’ ein Huhn, der am 28. August 1936 aufgenommen und ab September 1936 vermarktet wurde.

Ende 1938 verließ nach künstlerischen Differenzen, insbesondere mit Biberti, der Pianist und musikalische Leiter Bootz die Gruppe und wechselte als Komponist/Texter und musikalischer Leiter zum Berliner „Kabarett der Komiker“. Rudolf Zeller wurde neuer Pianist, als Arrangeur fungierte insbesondere Bruno Seidler- Winkler.

Der Niedergang des Sextetts war nicht mehr aufzuhalten. Nach einer letzten Tournee durch Italien lehnte am 26. Mai 1939 die Electrola die Veröffentlichung der Lieder Bel ami und Penny-Serenade mit der Begründung ab: „Es fehlt diesen Aufnahmen an der Lebendigkeit und vortragsmäßigen Differenzierung und Ausgeglichenheit“. Als Biberti sich immer stärker als „Gründer und künstlerischer Leiter“ artikulierte, wuchsen die Konflikte mit dem einzig verbliebenen Original- Harmonisten Ari Leschnikoff und den neuen Mitgliedern (kurzzeitig Hans von Bachmayr-Heyda). Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde die Situation der Gruppe immer unübersichtlicher, und letztlich hatte Biberti alle Verträge gekündigt. Diese verworrene Situation wurde durch ein Auftrittsverbot der Reichsmusikkammer vom 24. November 1941 besiegelt und beendete die Existenz des Meistersextetts.

Die Wiener Exilgruppe (1935–1941)
Die sogenannte „Wiener Gruppe“ bestand seit Mai 1935 aus dem Kern der Originalgruppe Collin, Cycowski und Frommermann, die noch Hans Rexeis (Tenor), Rudolf Mayreder (Bass) und Ernst Engel (Piano) zur Komplettierung engagierten. Zunächst führte sie den Namen Comedian Harmonists weiter, ab 1937 nannte sie sich Comedy Harmonists. Erste Plattenaufnahmen entstanden bei Electrola am 20. August 1935, von denen Tausendmal war ich im Traum bei Dir / Drüben in der Heimat als erste veröffentlicht wurde. Nach einer Europatournee außerhalb Deutschlands zerfiel die Gruppe im Jahr 1941 und löste sich auf.

Die „amerikanische Exilgruppe“ (1948–1949)
Collin gründete im Frühjahr 1948 eine neue Gruppe mit amerikanischen Mitgliedern unter dem Namen Comedian Harmonists, bei denen er nunmehr als Bariton fungierte. Eine Europatournee folgte im Sommer 1948, ab September 1948 wirkte Harry Frommermann wieder mit - der nunmehr Frohman heißt.

Alle sechs Mitglieder der Comedian Harmonists überlebten den Zweiten Weltkrieg, traten aber nie wieder gemeinsam auf. 1998 erhielten sie postum den Musikpreis Echo für ihr Lebenswerk.

Gesangsstil und Repertoire
Die Harmonists gehörten zur Kategorie der a cappella- Vokalgruppen, die bis auf Pianobegleitung ohne Instrumente auskamen und deren Gesang auf Close-harmony-Effekte abgestimmt waren. Ihr Vorbild waren die bereits erwähnten US-amerikanischen Revelers. Zum stets wachsenden Repertoire der Comedian Harmonists zählten neben einigen von Bootz nach Texten von Gerd Karlick komponierten Titeln (Ich hab' für dich 'nen Blumentopf bestellt, Guten Tag, gnädige Frau, Schöne Isabella aus Kastilien), umarrangierten Jazztiteln (Hallo, was machst Du heut’, Daisy ist das Cover von You're Driving Me Crazy; Ohne Dich stammt vom Original Stormy Weather, Tag und Nacht entstammt von Night and Day) und Varieté- und Operetten-Schlagern (Veronika, der Lenz ist da, Wochenend und Sonnenschein, Blume von Hawaii) auch zahlreiche populäre Lieder aus Filmen, in denen sie nicht mitgewirkt haben bzw. auf der Leinwand von anderen Interpreten gesungen werden (Wir sind von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt aus Der blaue Engel; Ein Freund, ein guter Freund aus Die Drei von der Tankstelle oder Baby aus Das Lied vom Leben). So verband sie eine enge Zusammenarbeit mit dem Komponisten Werner Richard Heymann. Zum musikalischen Stil der Comedian Harmonists – vor allem im Vergleich zu ihren Vorbildern, den Revelers – schrieben ihre Biografen Peter Czada und Günter Große: „Hot- und Swingelemente treten bei den Comedian Harmonists gegenüber einer an Wohlklang und Melodik orientierten Stimmführung zurück. Dies erlaubte es ihnen, auch Volkslieder und sogar Weihnachtslieder ganz schlicht in vollendeter, inniger Harmonie zu singen. Ihre Interpretation von Schlagern und Tanzmusik war äußerst flott, rhythmisch präzise und vielfach von parodistischem Witz geprägt, zugleich aber stets so gehalten, dass selbst banale Melodien ›veredelt‹ wurden “.

Quelle: Wikipedia

Condition 78rpm grading chart / Zustandsbewertung der Platten:

N / M = New or Mint, appears unplayed.

(Neu bzw. nicht gespielt. Ich biete diesen Zustand eigentlich fast nie an, denn Keiner kann einen ungespielten Zustand nachweisen. Ich beginne meist mit N-)
N- = Near mint, almost like new.
(Fast neuwertig)
E = Insignificant wear should play near cleanly, little minimal scuffs and rubs.
(Geringe Gebrauchsspuren. Meist kleine Kratzer oder Abrieb)
V = Scratches & scuffs, plays enjoyably with minor noise.
(stärkere hörbare Gebrauchsspuren)
G / P = Good or Poor, bad record, most only for rare Label- or Numbercollectors
(sehr schlechter Zustand. Für Sammler seltener Label oder Nummern.)
"-" or "+" = (Minus or Plus) is badness or better
Ein - oder + kennzeichnet, ob die Platte besser oder schlechter als der bewertete Zustand ist.
Only visual assessment! / Nur optische Bewertung!

scs. = scuffs & scratches (Kratzer)
ltl. = little (klein)
Nd. = needledig (Nadelloch)
Bl. = Blister (Bläschen)
Rc. = Rimchip not inside the grooves, only a cosmetic problem. (Randschaden. Bei mir nicht bis in die Rillen gehend. Weit von der Rille entfernt. Nur ein kosmetisches Problem also. Größere Randschäden mit Rillenzahl angegeben)
W = Wavy (Wellig)
Hc. = haircrack, all my Hc. is professional fixed with special glue (Haarriss. Sind alle professionell fixiert und reissen dadurch nicht mehr weiter und spielen gut durch)
Nr. = Needle run (Nadelrenner)

Als zusätzlichen Service biete ich zu allen Schellackplatten eine Schutzhülle kostenlos an. So sind Ihre Platten optimal vor Schmutz und Staub geschützt.



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