LONG DISTANCE CALLING - Satellite Bay (ungespielt)
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Description
ungespielte Doppel-LP
erschienen 2007 auf Viva Hate Records
7 zumeist instrumentale Songs
Uncle Sally*s, 10.09.2007
„Mit „Satellite Bay“ legen Long Distance Calling ein Album vor, dass man in dieser Qualität nicht aus Deutschland erwartet hätte – ein beeindruckender Trip, der Pelican und Explosions In The Sky nervös in Richtung Münster blicken lässt.“Visions, 10.09.2007
"Long Distance Calling machen zwei Stimmungen zu Klang: Die Musik zum zähen Aufstieg auf den Berg im Inneren - traurig, dafür mit jedem Schritt freier. Es klingt auch eher nah, wie im eigenen Kopf. Pelican, aber spannender. Dann treten sie dich ganz oben vom Gipfel zurück in ein stinkendes Dreckloch im Jetzt. Die Leichen von Isis und den Melvins schmeißen sie dazu. Hinterher hundert Schaufeln Erde. Im Wagen, der wegfährt, hörst du da unten, läuft "Yanqui..." von Godspeed You! Black Emperor. Ist kalt und dunkel hier, aber wahnsinnig schön. Lasst mich ruhig liegen."Rock Hard, 01.09.2007
Tool, Dredg, Godspeed You! Black Emperor, Isis - die im CD-Info genannten Einflüsse sind in der Tat allgegenwärtig. Und trotzdem verblüfft der Postrock der Münsteraner um die beiden Misery-Speaks-Mannen Florian Füntmann (g.) und Janosch Rathmer (dr.). Nichts klingt aufgesetzt, gewollt oder in eine Richtung getrimmt. „Satellite Bay“ atmet, ist lebendig, spontan, aber dennoch durchdacht. Gesang? Überflüssig. Lediglich ´Built Without Hands´ wurde mit ausdrucksstarken Vocals von The Haunteds Peter Dolving (!) versehen. Man könnte „Satellite Bay“ als träumerisch, schwelgerisch, entspannt oder auch entspannend bezeichnen. Man kann auf formidable, durchaus harte Ausbrüche hinweisen, bei denen sich die Band gehen lässt. Vor allem kommt man aber an einer Feststellung nicht vorbei: „Satellite Bay“ ist traurig. Sehr traurig. Und sehr, sehr toll. DAS Album für den beginnenden Herbst!Musikexpress, 01.09.2007
Vielleicht lag es an der zunehmend dynamiklosen Dudelei der Post-Rock-Bands, die im Rock immer gerne mit Jazzyness verwechselt wird, die die Aufmerksamkeit der Post-Rock-Gemeinde auf andere Spielfelder des Pop lenkte – bis Bands wie Mogwai (die frühen) und Godspeed! You Black Emperor ein bisschen Dynamik ins Spiel brachten und mit dem Gegensatz von Ambience und Lärm zu experimentieren begannen. Long Distance Calling, ein Quintett aus Münster, setzt genau da an. Dass die fünf Musiker vorher alle in Metal- und Hardcorebands gespielt haben, kommt dieser Musik ausdrücklich zugute. Wenn sich dem filigranen Zischeln eines Beckens eine meterhohe Wand aus Gitarren in den Weg stellt, oder wenn passagenweise die Soundästhetik neuerer Metalbands aus dem Totenkopf-Genre extrahiert und in einen neuen Kontext gesetzt wird. satellite bay erinnert in seinem melancholischen Lyrizismus daran, welch ungeheuere Kraft Instrumentalmusik entwickeln, welche Geschichten sie erzählen kann, ohne sich in die Gefahrenzone der mit Worthülsen vollgestopften Pseudo-Lyrik zu begeben.Kurzbeschreibung
Nichts, das diese Welt schöner macht, dauert nur drei Minuten. Nichts Wichtiges umarmt einen und geht schnell wieder. Musikkapitel müssen nicht unter fünf Minuten dauern und Strophe und Refrain haben. Musik braucht Platz, Freiheit, keine Regeln. Long Distance Calling geben ihr all das zurück.Als David Jordan (Gitarre), Janosch Rathmer (Drums), Florian Füntmann (Gitarre), Jan Hoffmann (Bass) und Reimut van Bonn (Ambience) Anfang 2006 mit ihren gemeinsamen Proben begannen, hatten sie alle bereits in, meist härteren, Bands gespielt. Dieses Mal aber war etwas grundlegend anders: Nichts stand außer der Wille loszulassen, sich hinzugeben, nicht zurück zu schauen.
Nun präsentieren Long Distance Calling das erste Ergebnis ihres Freifluges: „Satellite Bay“. Sieben Stücke, die zusammen eine Stunde dauern. Sieben Mal begannen sie mit kleinen Ideen - Samples, Beckenschlägen, Basslinien, Rhythmen oder dezenten Gitarrenideen -, siebenmal wuchsen daraus vor ihren Augen wahre Monster des Post-Rock. Klangräume, die ganze Landstriche füllen - Momente, die man nur erreicht, wenn man lange auf sie hinarbeitet und kompromisslos alles für sie tut. Musik, die diese verdammte Traumjamsession von Tool, Dredg, Godspeed! You Black Emperor und Isis endlich hinfällig macht. Nicht einmal Worte brauchen Long Distance Calling dafür. Für den einzigen Songtext auf der Platte sorgt Peter Dolving (The Haunted / Bring The War Home) bei „Built Without Hands“. Und der lässt einen zusammenzucken wie die Warnung vor etwas ganz, ganz großem.
„Satellite Bay“ wurde in der Tonmeisterei Oldenburg (Tephra, etc) produziert und erscheint am 21. September 2007. Es will: eine Stunde. Es gibt: sieben Weltreisen.
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