PHILIPS twen LP # 7: Miles Davis, „Miles persönlich“ (Philips 1962) W. Fleckhaus
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Description
Die PHILIPS twen Edition erschien rund acht Jahre lang (Anfang 1961 bis Ende 1968) in Zusammenarbeit der legendären Monatszeitschrift twen mit der Schallplattenfirma Philips. Sie speiste sich inhaltlich von dem hervoragenden und für die damalige twen-Leserschaft stark favorisierten Jazz-, Chanson-, Klassik- und Spoken Word-Repertoire der Philips. Vor allem dank ihrer für die damalige Zeit modernen Covergestaltung (twen Art Director Willy Fleckhaus scharte die damals besten Illustratoren und Fotografen um sich) wurden diese 73 Cover über die Jahre zu begehrten Sammelobjekten. Die Auflagen der LPs waren bis auf ganz wenige Ausnahmen (vor allem das Album „Songs der Welt“ von Esther und Abi Ofarim ist hier zu nennen - es war von 1964 bis 1966 insgesamt 116 Wochen lang in den deutschen Charts*) eher gering bis homöopathisch. Momentan findet in der Galerie Stihl in Waiblingen eine „Cover Art“-Ausstellung statt, in der eine komplette Sammlung aller 73 PHILIPS twen LPs zu sehen ist.
* nur noch ein einziges weiteres Album der Serie hat jemals die deutschen Album-Charts gestreift: das Biermann/Neuss-Album - 1966 vier Wochen lang. Höchstposition # 38.
Im April 1961 spielte Miles Davis mit seinem damaligen Quintett (M.D., trumpet, Hank Mobley, tenor sax, Wynton Kelly, piano, Paul Chambers, bass und Jimmy Cobb, drums) ein Wochenende im Blackhawk Club in San Francisco, sein Label Columbia nahm diese beiden Abende auf und veröffentlichte sie später in Auszügen auf zwei LPs und - parallel als Doppel-LP - als „Miles Davis In Person - Friday and Saturday Nights At the Blackhawk, San Francisco“. Die PHILIPS twen-Programmmacher als Zweit-Verwerter des Columbia-Repertoires machten aus einem „in person“ ein „persönlich“, Willy Fleckhaus schuf mit 13 Würfelkästen eine Grafik für das Albumcover, und twen hatte mit Album # 7 sein erstes Miles-Album. Das Album spiegelt bis auf einen Track das Tracklisting des „Saturday Night“-Albums. Warum man ausgerechnet das vom „Kind Of Blue“-Album bekannte „So What“ gegen den Standard „Bye Bye Blackbird“ vom Freitagabend austauschte, lag vielleicht genau daran: es war ein Standard. Die Liner Notes haben keine Autorenangabe. Sie sind auf jeden Fall weder von Joachim Ernst Berendt, der darin nur zitiert wird, noch übersetzt von den Liner Notes der amerikanischen Ausgabe, die der in San Francisco ansässige Kritiker Ralph J. Gleason geschrieben hatte. Derselbe Ralph J. Gleason, der sechs Jahre später zusammen mit Jann Wenner den Rolling Stone ins Leben rief. Erst 2003 veröffentlichte Columbia/Sony Music dann die beiden kompletten Konzerte vom 21. und 22. April 1961 als remastertes 4CD-Set. Die fast vier Stunden mit allen vier an den beiden Abenden gespielten Sets waren in dieser Form eine erneute Offenbarung für die Jazzwelt, die New York Times kam nicht umhin, dieses Set mit „the gold standard for straight-ahead, postwar jazz rhythm“ zu beschreiben. This ain‘t no fake news.
Zustand dieses Exemplars (record/cover) in konservativer Bewertung : vg+/vg
Die Versandkosten (Hermes) betragen 5 €. Dies ist ein Privat- und kein gewerblicher Verkauf. Sammelversand ist möglich.
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