RUSSIAN CIRCLES - Guidance LP (Limited SPLATTERED Vinyl) Ungehört
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Description
Abzugeben ist die noch UNGEHÖRTE, ABSOLUT NEUWERTIGE LP (Splattered Vinyl)
(Die Platte hat rein zu Sammlerzwecken stets in einer Schutzhülle im Regal gestanden)
RUSSIAN CIRCLES
GUIDANCE
Freunde progressiver Instrumentalrockmusik aufgepasst: Russian Circles melden sich 2016 nach drei Jahren Releasepause mit einem neuen Album zurück. »Guidance« heißt ihr mittlerweile sechster Longplayer.
Noch im Mai dieses Jahres mussten das US-amerikanische Post-Rock-Trio und seine Fans kurz um den Fortbestand der Band bangen: Mastermind und Gitarrenvirtuose Mike Sullivan hatte einen Autounfall, der ihn einige Zeit stark einschränkte. Ans Gitarrespielen war zu dieser Zeit nicht zu denken. Mittlerweile ist er zum Glück wieder genesen, das neue Album im Kasten.
Sieben Songs haben Russian Circles für »Guidance« aufgenommen – die Band neigt ja bekanntlich zu kurzen Tracklisten. Bei einer Gesamtlänge von rund 40 Minuten sind aber wieder einige monumentale Post-Rock-Hymnen zu erwarten.
So auch »Mota«, die erste Auskopplung des neuen Albums. Mal laut, mal leise, mal schnell, mal langsam – dieser Song lebt. Gesang ist nicht nötig, wäre hier sogar völlig fehl am Platz. So ist die Single ein echtes Aushängeschild für das hochdynamische und facettenreiche »Guidance«, das diesmal sogar komplett ohne Gastvocals und andere Musiker auskommt.
Ihren aktuellen Sound hat die Chicagoer Band auch ein Stück weit ihrem neuen Produzenten zu verdanken. Kein Geringerer als Converge-Gitarrist Kurt Ballou saß bei den Aufnahmen hinter den Reglern.
Sieben Songs reichen aus, um mit Russian Circles auf eine unglaubliche musikalische Reise zu gehen. Der Name verrät: Mit »Guidance« nimmt die Band ihre Hörer dabei an die Hand.
Rezensionen
laut.de-Kritik
Die Musterschüler erteilen Post Metal-Unterricht.
Kommt Kinder, Unterrichtsbeginn! Heute auf dem Stundenplan: Post Metal. Was fällt euch dazu ein? Nun, wer traut sich? Keiner? Na, schön, nicht weiter schlimm. Wie ihr seht, haben wir heute drei Gäste: Brian, Dave und Mike. Sagt hallo. Brian, Dave und Mike spielen in einer Band. Sie heißt Russian Circles. Sie werden euch heute etwas über Post Metal beibringen.
Lektion 1: "Asa". Der Opener führt ruhig in die Atmosphäre des Albums ein. Auf Englisch nennt man das "setting the mood". Wir haben uns hier für eine sachte Einleitung entschieden: Über Meeresrauschen perlen ruhige Gitarrenarpeggios, für zusätzliche Tiefe flirren im Hintergrund zarte Harmonien. Wir träumen uns an einen fernen Ort, surreal, fremdartig, friedvoll. Doch hört: Dort braut sich etwas zusammen!
Lektion 2: "Vorel". Aus den sanften Wogen erhebt sich Dave am Schlagzeug. Sein Erscheinen entwickelt das Szenario weiter. Er lenkt den Blick auf die dunklen Wolken am Horizont. Sie kommen näher. Die Wellen schlagen höher, der Donner ist schon zu hören! Als Stilmittel bieten sich hier wilde Tom-Eskapaden an. Hört ihr den einsetzenden Bass-Groove? Das Gewitter ist nah. Brian könnte es kaum deutlicher machen. Mike peitscht den Sturm an der Gitarre, vereint Himmel und Ozean zu einem einzigen reißenden Strom.
Lektion 3: "Mota". Erste Sonnenstrahlen wagen sich wieder auf das beruhigte Meer. Genießt ihr die Ruhe? Freut euch nicht zu früh. Das Wetter legt gern falsche Fährten. Durch die tackenden Synthesizer schiebt sich schon wieder Brians Bass of Doom. Die zuvor an Sólstafir oder God Is An Astronaut erinnernde Stimmung weicht einem zweiten, verheerenderen Unwetter. Findet ihr nicht auch, dass der letzte Abschnitt die perfekte Grundlage für Black Metal-Krächzen böte?
Lektion 4: "Afrika". Wir erwachen aus unserer Ohnmacht. Wir liegen auf einer Planke, abgetrieben im Ozean. Doch der Anblick, der sich uns bietet, ist unvergleichlich. Die Natur verliert ihre Schrecken, zeigt sich in erhabener Schönheit. Mike untermalt das hervorragend auf seiner Gitarre. Episch. Doch Regel Nummer eins: Behalte immer die Tiefe unter dir im Auge. Dort entfesselt sich gerade ein Strudel, der droht, dich nach unten zu ziehen!
Lektion 5: "Overboard". Tja, die Planke ist weg. Aber das macht nichts. Wir sind am Leben und da ist er wieder, der Anblick. Die eben noch so zerstörerische Band betätigt sich als Harmoniestifter. Hört mal: Sogar ein Schellenkranz scheppert mit! Am Ende tummeln sich noch ein paar Reverse-Töne.
Lektion 6: "Calla". Der erste Teil der Geschichte ist fertig erzählt. Da darf man die bisher stets erfolgten nahtlosen Übergänge auch einmal zugunsten eines herben Bruchs absetzen. "Calla" schielt wieder gen Black Metal. Und, boah, ist der Mittelteil abgründig! Ahab lassen grüßen. Mike hält mit seinen unruhigen Melodieriffs alles zusammen, während Drummer Dave darum herum wütet. Und Brian? Klar, der bildet wie immer den Kern. Massiv.
Lektion 7: "Lisboa". Erteilen wir zum Schluss noch einmal eine Lehre in Sachen dynamischer Steigerung. Zähfließend bauscht sich der Titan immer weiter auf, bis er schließlich erschöpft in sich zusammensackt und nurmehr für ein letztes Aufbäumen all seine Kräfte mobilisiert.
Tja, liebe Kinder: Was Post Metal nun genau ist, wissen wir zwar immer noch nicht. Dafür hatten wir ein wundervolles Beispiel, wie drei Musterschüler ihn veranschaulichen können. Pause!
Tracklisting
01 Asa
02 Vorel
03 Mota
04 Afrika
05 Overboard
06 Calla
07 Lisboa
Bitte beachten Sie: Es handelt sich um einen Privatverkauf, daher weder Rücknahme noch Gewährleistung
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